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Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Campus Süd, Institut für Nachrichtentechnik, Sanierung und haustechnische Erneuerung

Bild: Gebäudeansicht

Bild: Foyer Erdgeschoss

Bild: Treppenhaus

Bild: Treppe, Detail
Fotos:
Dirk Altenkirch, Karlsruhe

  

Beschreibung

Anlass
Wie an vielen anderen Universitätsstandorten im Land auch, konnten die brandschutztechnischen Mängel des Instituts für Nachrichtentechnik auf Dauer nicht mehr geduldet werden, so dass bereits 2004 in Zusammenarbeit mit der Branddirektion Karlsruhe ein alle Gebäudeteile umfassendes Brandschutzkonzept entwickelt wurde. Das Gebäude des Instituts für Nachrichtentechnik wurde in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts auf dem KIT Campus Süd erstellt und wurde seitdem unverändert genutzt. Die zeittypische Stahlbetonskelettkonstruktion mit Klinkerausfachungen war als klassischer Zweibund angelegt, mit offenen Treppenhäusern über alle Geschosse. Als Besonderheit sind an den Schmalseiten Loggien als Fluchtbalkone angeordnet, die gleichzeitig einen überdachten Aufenthaltsbereich bieten. Der Eingangsbereich ist nach Süden völlig von Räumen freigehalten. An das großzügige Foyer schließt hier ein eingegrabener Hörsaal an, der die elegante Erscheinung des Gebäudes nach Süden vervollständigt.

Sanierung
Durch verschiedene Brandschutz-Kompensationsmaßnahmen konnte die vorhandene Struktur des Gebäudes weitgehend erhalten werden, so dass eine sehr behutsame Sanierung möglich wurde. Die vorhandenen raumprägenden Wandschränke konnten ebenso erhalten werden wie die durchlaufenden Oberlichter, die für die Flurzonen eine natürliche Belichtung ermöglichen. Die vorhandenen Treppenanlagen wurden mit einer transparenten Einhausung versehen. Dort wurden starke farbliche Akzente gesetzt, die mit einer Selbstverständlichkeit in den Bestand integriert wurden, als seien sie schon immer so vorgesehen. Im Zuge der brandschutztechnischen Ertüchtigung des Gebäudes wurden die haustechnischen Anlagen umfassend erneuert und den aktuell gültigen Vorschriften angepasst. Die Sanierungsmaßnahme musste in zwei Bauabschnitten bei halbseitig laufendem Betrieb erfolgen, da eine komplette Freimachung des Gebäudes über die gesamte Bauzeit nicht möglich war. Während dem laufenden ersten Bauabschnitt ergab sich aufgrund der Bestrebung der Landesregierung, durch das 2009 aufgelegte Zukunftsinvestitionsprogramm die Konjunktur zu beleben, die für die Maßnahme glückliche Fügung, die energetische Erneuerung der Fenster mit in die laufende Maßnahme einzubinden. In einem weiteren Abschnitt soll nun die brandschutztechnische und energetische Sanierung des Hörsaals der Nachrichtentechnik erfolgen so dass mit der Sanierung des Hörsaal und des verbindenden großzügigen Foyers das Gebäude umfassend saniert ist.

Projektdaten

Bauherr und Projektleitung:
Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe

Architekt und SiGeKo:
Feigenbutz Architekten, Karlsruhe

Technische Ausrüstung:
- Heizung, Lüftung, Sanitär: Ing. Büro Schahn, Heidelberg
- Elektro: Ingenieurgesellschaft Jergler, Rheinstetten

Gesamtbaukosten:
4,5 Mio. €

Bauzeit:
09/2006 - 05/2011


 

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