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Schloss Rastatt, Sanierung der Fassade

Bild: Hauptbau

Bild: Aufgang zum Ehrenhof

Bild: Nordflügel

Bild: Hauptbau, Gartenseite
Fotos:
atelier altenkirch, Karlsruhe

  

Beschreibung

Das Schloss Rastatt wurde von 1699 bis 1707 unter Markgraf Ludwig-Wilhelm erbaut, nachdem das markgräfliche Stammschloss in Baden-Baden 1689 durch französische Truppen zerstört worden war. Der durch seine siegreichen Schlachten gegen die Türken als "Türkenlouis" berühmt gewordene Herrscher ließ die neue Residenz von dem italienischen Architekten Domenico Egidio Rossi als Residenzschloss errichten. Mit dem Aussterben der Baden-Badener Linie fiel das Schloss an den Markgraf von Baden-Durlach und verlor dadurch seine Bedeutung als fürstliche Residenz. Dieser Umstand bewahrte die Anlage vor Anpassungen an den Zeitgeschmack. Nach überwiegend militärischer Nutzung wurde das Schloss nach dem 2. Weltkrieg für die Öffentlichkeit zugänglich und beherbergt jetzt zwei Museen und ein Amtsgericht. Die Beletage wird von der SSG dem Publikum präsentiert.

Bei der letzten Fassadensanierung 1972-74 wurde der Putz größtenteils erneuert, Stuck- und Sandsteinprofile repariert oder ausgetauscht. Der Anstrich erfolgte mit einer Mineralfarbe. Nach über 30 Jahren war ein Herrichten der Fassade dringend erforderlich geworden. Die Maßnahme konnte im Landesinfrastrukturprogramm realisiert werden. Sie umfasste im Wesentlichen das Reinigen der Fassade, das Ausbessern loser Putzflächen und Architekturelemente aus Putz und das Festigen und Reparieren beschädigter Friese und Kapitelle aus Sandstein. Die Beschichtung der Fassade erfolgte mit einem spannungsarmen Kalkanstrich, nachdem im Vorfeld zahlreiche Versuche zur Verträglichkeit mit dem vorhandenen Untergrund unternommen worden waren. Der Blitze schleudernde Jupiter über dem Hauptbau wurde neu vergoldet. In Anbetracht der Länge der gesamten Fassade (rd. 1000 m) und den technischen Anforderungen des Anstrichsystems wurde die Sanierung in vier Abschnitten durchgeführt.


Projektdaten

Bauherr, Planung und Projektsteuerung:
Land Baden-Württemberg, vertreten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Pforzheim

Werkplanung und Bauleitung:
Dipl.-Ing. Stefan Klaus, Karlsruhe

Gesamtbaukosten:
1,7 Mio. €

Bauzeit:
04/2010-12/2011

Weitere Informationen

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