Suchfunktion

Langenargen, Neubau einer Seewasserleitung für die Fischbrutanstalt, die Fischereiforschungsstelle sowie für das Institut für Seenforschung

Bild: Seewasserleitung

Bild: Seewasserleitung

Bild: Vorrichtung für die Flutung der Leitung

Bild: Graben zum Pumpenschacht
Fotos:
Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ravensburg

  

Beschreibung

Die neue Seewasserentnahmeleitung mit einem Durchmesser von 300 mm erstreckt sich auf einer Länge von 950 m, etwa 370 m wurden in einer Tiefe bis zu 30 m und auf dem Grund des Bodensees verlegt. Die beiden Forschungsstellen und die Fischbrutanstalt benötigen insgesamt maximal 32 l/s Seewasser, möglichst gleichbleibende Temperatur von ca. 6° C sowie Wasser mit geringer Trübung und Schmutzfracht. Diese Forderung schließt eine oberflächennahe Entnahme aus. Die Untersuchungen ergaben vielmehr, dass diese in 30 m Tiefe erfolgen muss. Der optimale Punkt wurde mittels einer Fächerecholotkarte bestimmt. Die Einzelrohre der 370 m Seewasserentnahmeleitung mussten zunächst an Land verschweißt, mit Betonblöcken versehen und dann schwimmend auf der Wasseroberfläche gelagert werden. Das Absenken der Leitung erfolgte durch gesteuertes Fluten der Leitung, die dann mit den Betonblöcken am Seegrund fixiert wurde. Zur Wasserentnahme montierten Taucher in 30 m Tiefe einen Entnahmekopf. Die Seewasserleitung endet in einem Pumpenschacht, in dem drei Unterwassermotorpumpen installiert sind und die das Wasser mittels einer PE-Leitung zu den Verbrauchern fördern. Der Leitungsweg tangiert ein Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) und ein Naturschutzgebiet, was große Sensibilität bei der Wahl des Leitungswegs und bei der Realisierung erforderte.


Projektdaten

Bauherr:
Land Baden-Württemberg, vertreten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ravensburg

Planung und Baudurchführung:
AGP Aßfalg Gaspard Partner, Ingenieurgesellschaft Ravensburg

Gesamtbaukosten:
1.165.000.-€

Bauzeit:
10/2010 – 03/2012

 



Fußleiste