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Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Gmünd, Neubau Werkhalle

Bild: Ansicht Süd

Bild: Unternehmerbetrieb OG

Bild: Unternehmerbetrieb OG

Bild: Dauerlager UG

Bild: Dauerlager UG

Bild: LageplanFotos:
Zeitwand, Essingen

  

Beschreibung

Im östlichen Anstaltsgelände entstand der Neubau einer Werkhalle für das vollzugliche Arbeitswesen. In zwei Unternehmerbetrieben sowie Schneiderei, Näherei und Malerei werden 85 weibliche Gefangene unter der Anleitung von 6 Vollzugsbeamten beschäftigt. Im Erdgeschoss befindet sich das Umschlagslager und im Untergeschoss das Dauerlager. Eine separate Transportabteilung im Untergeschoss dient zur Unterbringung von externen Gefangenen während der vorgeschriebenen Reisepausen. 

Der Neubau nutzt das letzte bebaubare Grundstück in der Justizvollzugsanstalt voll aus. In einer Flucht mit Küche und Wäscherei wurde der Neubau an den bestehenden Hang im östlichen Wirtschaftshof gebaut. Die Verlängerung des vorhandenen Verbindungsgangs erschließt von Westen die Werkhalle im Erdgeschoss. Von hier aus gelangen die Gefangenen von ihren Unterkunftsgebäuden direkt zu ihren Arbeitsplätzen. Über je eine einläufige Treppe gelangt man ins Ober- und Untergeschoss. Die Anlieferung erfolgt über eine Laderampe im Süden direkt in das Umschlaglager. Von dort werden Waren im Aufzug zu den Betrieben im Obergeschoss transportiert oder zunächst ins Dauerlager im Untergeschoss befördert. Die tragende Konstruktion wurde in Stahlbeton ausgeführt. In Anlehnung an die Nachbarbebauung erhielt die Fassade eine Vorsatzschale aus Beton-Modulsteinen. Ein umlaufendes Fensterband belichtet die Arbeitsräume im Obergeschoss. Die Attika des Flachdachs nimmt die Traufe der Wäscherei auf. Aufsichts- und Aufenthaltsräume wurden verglast, um eine gute Übersicht in den Arbeitsbetrieben zu gewährleisten. Ein robuster Hartbetonverbundestrich dient als Fertigfußboden in allen Arbeitsräumen und in den Verkehrswegen. Der Grundwasserspiegel erforderte die Ausführung des Untergeschosses als weiße Wanne.

Projektdaten

Bauherr:
Land Baden-Württemberg, vertreten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Schwäbisch Gmünd

Architekt:
D`Inka Scheible Hoffmann, Fellbach (bis LPH 3)

Technische Ausrüstung:
• Heizung, Lüftung, Sanitär: Kunze GmbH, Kürnach
• Elektro: Alfred Fetzer GmbH, Rot am See

Tragwerksplanung:
Rieger, Ellwangen

Wärmeschutz:
GeKO mbH, Aalen

Brandschutz:
Klaus Meisen, Langenau

Baugrundgutachten:
Ulrich Geotechnik, Langenau

Bodenmechanik/Schadstoffe:
Behringer, Aalen

Schallschutz, Raumakustik:
ABP Becker & Partner, München

Vermessung:
Dürwald, Mutlangen

Sigeko:
Management Module GmbH, Erlangen

Generalunternehmer:
Schneider Fertigbau GmbH, Stimpfach

Gesamtbaukosten:
5,7 Mio. €

Bauzeit:
02/2014 – 03/2016

 Flyer 

 

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