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Umbau und Erweiterung Verkehrskommissariat Kißlegg 

Bild: Verkehrskommissariat

Bild: Verkehrskommissariat, Ansicht West
    
Bild: Photovoltaik-Element, drehbar
 
Bild: Verkehrskommissariat, Innenraum

Bild: Verkehrskommissariat
Fotos:
Achim Birnbaum Architektur Fotografie, Stuttgart
 

 

Beschreibung

Veranlassung
Im Rahmen der Polizeistrukturreform kam es zu Umstrukturierungs- und Anpassungsmaßnahmen bei der Autobahn- und Verkehrspolizei. Hiervon betroffen war u.a. auch das Verkehrskommissariat Kißlegg (ehemaliges Autobahnpolizeirevier) in Zaisenhofen. Laut Nutzungsanforderung vom 10. Oktober 2012 bestand vor diesem Hintergrund ein Bedarf von 4 zusätzlichen Büroeinheiten mit jeweils einer Fläche von 17 m² NF. Zusätzlich wurde ein weiterer überdachter Stellplatz gefordert.

Entwurfsgedanke
Durch das Bestandsgebäude war ein klarer Zweibund mit Mittelflur für die Erweiterung nach Süden bereits vorgegeben. Auch das Grundstück verfügte besonders dort über Erweiterungspotential. Bei fortgesetzter gleicher Gebäudeform sollte jedoch die Konstruktionsart dieser Erweiterung gegenüber dem Bestand unterschieden werden. Anstatt eines Massivgebäudes wurde eine Skelettkonstruktion aus vorgefertigten Bauteilen gewählt. Vorteile dieser Konstruktionsart waren, wenig Störung des laufenden Polizeidienstbetriebs, Reduzierung des Baulärms und zusätzliche Kostensicherheit im Vorfeld der Realisierung.

Konstruktion und Tragwerk
Der Neubau verfügt lediglich über ein Erd- und ein Obergeschoß. Es wurde keine Unterkellerung ausgeführt. Der Erweiterungsbau besteht aus einer verglasten und verkleideten Stahlskelettkonstruktion. Gelüftet wird natürlich über Dreh- Kippfenster. Die südlich vorgelagerten betretbaren Gitterroste dienen als Sonnenschutz und zu Wartungs-  und Reinigungszwecken. Die Innentrennwände bestehen aus einer leichten GK-Ständerkonstruktion.

Haustechnik HLSE / Gebäudetechnik / Entwässerung
Die 4 zusätzlichen Büroräume werden über die vorhandene Haustechnik mitversorgt. D.h. sowohl die Heizungsanlage als auch die Elektro- und Datenversorgung wurden nur in die neuen Giebelräume "verlängert".

Projektdaten  

Bauherr und Projektleitung:
Land Baden-Württemberg, vertreten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ravensburg

Architekt:
Brixner Architekten BDA, Stuttgart  

Technische Ausrüstung:
- Heizung, Lüftung, Sanitär: kein HLS-Planer (Leistungen wurden vom Architekten und Planer des Amtes mit übernommen)
- Elektro: kein Elektroplaner (Leistungen wurden vom Architekten und Planer des Amtes mit übernommen) 

Tragwerksplanung: 
Wilhelm + Partner Ing.-Büro für Tragwerksplanung, Stuttgart  

Bauphysik:
Bauphysik 5 plus Überlingen, Backnang

Vermessung: 
Hemminger Ingenieurbüro GmbH & Co.KG, Esslingen

Gesamtbaukosten:
0.36 Mio. €

Bauzeit:
06/2015 – 03/2016

Der Umbau und die Erweiterung des Verkehrskommissariats Kißlegg wurde mit der Hugo-Häring-Auszeichnung 2017 gewürdigt. Vergeben wird diese Architektur-Auszeichnung für vorbildliches Bauen vom Landesverband Baden Württemberg des Bundes Deutscher Architekten, BDA.

Weitere Informationen zur Hugo-Häring-Auszeichnung 

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