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Universitätsklinikum Tübingen, CRONA 3. BA,
Grundsanierung von 2 Pflegestationen

Bild: Foyer

Bild: Stützpunkt

Bild: Patientenzimmer

Bild: Stationsflur mit SitzeckeFotos: Amt Tübingen

  

Beschreibung

Das Universitätsklinikum Tübingen ist eines der führenden Zentren der deutschen Hochschulmedizin. Eine Sanierung, Modernisierung und Neustrukturierung des inzwischen über 25 Jahre alten zentralen Gebäudekomplexes CRONA, dem Herzstück des Klinikstandortes Berg (Abkürzung der Kliniken für Chirurgie, Radiologie Orthopädie, Neurologie und Anästhesiologie), ist unumgänglich, auch angesichts der Veränderungen im Gesundheitswesen, neuen gesetzlichen Vorschriften zum Brandschutz und heutigen Betriebsabläufen, die andere Raumkonzeptionen erfordern. Schwerpunktmäßig geht es im 3. Bauabschnitt neben der Technik- und Brandschutzsanierung vor allen Dingen um eine umfassende Grundsanierung der in die Jahre gekommenen Pflegestationen. Die Umsetzung bei laufendem Betrieb kann nur abschnittsweise erfolgen, eine große Herausforderung sowohl für die Bauplanung als auch für Patienten und Beschäftigte, da mit zahlreichen Rochaden und Umzügen und mit hohem Aufwand an Logistik und Vorplanung im Einklang mit dem Klinikbetrieb verbunden. In den kommenden Jahren sind noch weitere Bauabschnitte geplant, die neben dem Abschluss der Sanierungsmaßnahmen in den Pflegestationen vor allem die Sanierung und Neustrukturierung der beiden Funktionsgeschosse im Sockelbereich des CRONA -Klinikkomplexes umfassen.

Das Ergebnis dieser ersten Grundsanierung auf Ebene A5/Süd- und Westflügel sind die beiden Mitte 2016 fertiggestellte Musterstationen (jeweils eine Normal- und eine Wahlleistungspflege für die Neurochirurgie), sie zeigen das "neue Gesicht der CRONA Klinik": Die Ankommenden begrüßt ein helles, aufgeweitetes Foyer mit einem Empfangsbereich und Sitzgelegenheiten für Patienten und Besucher. Die bräunlichen Farbtöne der 70er und 80er Jahre sind komplett verschwunden, die neuen Räume überzeugen durch helle Farben und viel Licht. Das neue Gestaltungskonzept wurde in enger Zusammenarbeit mit den Architekten entwickelt. Es präsentiert sich mit einer Kombination aus Weiß und zarten Blautönen und steht für Wachheit, Ruhe, Klarheit und Weite. Blaue Farben und blaues Licht gelten als kühlend und schmerzlindernd, sollen die Konzentration fördern und positiv auf das vegetative Nervensystem wirken. Holzdekore in heller Eiche ergänzen das Ganze und schaffen im Zusammenspiel mit dem differenzierten Einsatz von Licht eine wohnliche Atmosphäre. Große Grafiken an den Wänden sorgen für die Orientierung auf den Stationen. Insgesamt stehen 22 neurenovierte Doppelzimmer, ein Einzelzimmer und ein Isolierzimmer mit Schleuse zur Verfügung. Beide Stationen sind komplett barrierefrei, die Nasszellen verfügen über bodenebene Duschen.

Projektdaten 

Bauherr und Projektsteuerung:
Land Baden Württemberg, vertreten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden Württemberg, Amt Tübingen

Planung und Bauleitung:
Sander Hofrichter Architekten, Ludwigshafen

Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung:
Elektro SRM, Mössingen

Brandschutz:
Planung: Kersken +  Kirchner GmbH, München
Ausführungsbegleitung: TOP Brandschutz, Stuttgart

Gesamtbaukosten:
8.55 Mio. €, davon Kostenanteil des Uniklinikums 1.2 Mio. €

Bauzeit:
01/2015 – 07/2016



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