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Naturkundemuseum Karlsruhe,
Umbau und Sanierung Westflügel

Bild: Neue Fassade Innenhof

Bild: Museumsschop und Cafeteria

Bild: Innenraum Ausstellung Form und Funktion - Vorbild Natur

Bild: Innenraum Ausstellung Form und Funktion - Vorbild Natur
Fotos:
Fotoatelier Altenkirch, Karlsruhe

  

Beschreibung

Der Westflügel des Naturkundemuseums wurde nach Kriegszerstörungen notdürftig
wiederaufgebaut, nur die Straßenfassade und das Kellergeschoss blieben
erhalten. Er wurde seitdem als Bücherspeicher genutzt, dem hierzu in den 1950er
Jahren statt Geschossdecken selbsttragende Stahlregale eingefügt worden waren.

Teile der Fassade zum Innenhof als Fassadenreplik, die Eingangshalle und der
Kassettensaal wurden in Anlehnung an historische Vorbilder und Raumstrukturen
ruhig und zeitgenössisch gestaltet, wobei sich die baulichen Maßnahmen nicht in
den Vordergrund drängen.

Mit der Wiederherstellung der ursprünglichen Geschosse konnte der Westflügel
nach 73 Jahren wieder mit dem Hauptgebäude verbunden werden. Im Obergeschoss
entstand ein Großraum für Sonderausstellungen und im Erdgeschoss
veranschaulicht eine Dauerausstellung mit lebenden Tieren das Wissensgebiet
Bionik. Hierbei bestimmt das Thema "Zelle" ein Raumkonzept, das durch
organisch geformte geschosshohe Betonkörper eine Aquarien- und Terrarienlandschaft
bildet. Auch Einbauten folgen dem Grundthema und bilden als Zellstrukturen
Sitzgelegenheiten, Ausstellungsflächen, Umfassungen und Vitrinen zugleich.

Projektdaten

Bauherr und Projektleitung:
Land Baden-Württemberg, vertreten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe

Architekt:
Kessler De Jonge Architekten BDA, Heidelberg

Heizung, Lüftung, Sanitär:
Ingenieurgruppe Halter, Otterstadt

Elektrotechnik:
Bechthold Ingenieurgesellschaft mbH, Karlsruhe

Tragwerksplanung:
Gerd Paul Koch GmbH, Mannheim

Bauphysik:
Von Rekowski+Partner, Weinheim

Vermessung:
Trigeo, Wiesloch

Gesamtbaukosten:  
7 Mio. € + 1,5 Mio. € für Aquaristik

Bauzeit:
11/2013 – 10/2015

Auszeichnung:

Hugo-Häring Auszeichnung 2017
    
Weitere Informationen zur Hugo-Häring-Auszeichnung 

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