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Datum: 06.10.2015

Neubau JVA Rottweil

Kurzbeschreibung: In Kürze werden im Esch weitere Baugrunderkundungen durchgeführt.

In Kürze werden im Gewann Esch Baumaschinen auffahren. Zur Vorbereitung des Planungswettbewerbs hat das Amt Konstanz des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg ein qualifiziertes Bodengutachten für den Standort Esch in Auftrag gegeben. Dafür ist es erforderlich, dass ergänzend zu den Baugrunduntersuchungen im Jahr 2009 weitere geologische Erkenntnisse gewonnen werden.

Hierzu sind 12 Kernbohrungen, je nach Lage bis in Tiefen von 30 m, ca. 8 Baggerschürfen zur Aufklärung von möglichen Auffüllungen und etwa 10 Rammsondierungen für den Aufschluss der Bodenbeschaffenheit und Tragfähigkeit vorgesehen. Darüber hinaus wird eine geophysikalische Untersuchung mittels 3D-Tomographie zur weiteren Erkundung der vorhandenen Dolinen stattfinden.

Mit dem Einrichten der Baustelle wird je nach Witterung ab dem 12. Oktober 2015 begonnen. Die Arbeiten vor Ort werden ca. 5 Wochen in Anspruch nehmen. Mit den Arbeiten ist die Firma Drillexpert aus Teningen beauftragt, begleitet werden die Untersuchungen durch das Institut für Geotechnik der Universität Stuttgart (IGS), welches auch die Erkundungsergebnisse in einem Gutachten darstellen wird.

Die Bohrungen werden auch über das vorgesehene Plangebiet hinaus in dessen Randbereichen stattfinden. Die Ergänzungsbohrungen in diesem Randbereich bedeuten nicht, dass dort gebaut werden wird. Sie sind erforderlich, um einen Gesamtüberblick der geologischen Verhältnisse zu erhalten und um in Folge qualifizierte Aussagen über die Bebaubarkeit des Wettbewerbsgebiets treffen zu können.

Somit sind auch Kernbohrungen im angrenzenden Wald vorgesehen. Die Zuwegung zu den Bohrpunkten dort erfolgt über vorhandene Holzrückegassen, so dass umfangreiche Baumfällarbeiten nicht erforderlich werden. Die Eingriffe in den Wald beschränken sich auf das unabwendbare Freischneiden von Wildwuchs und das Beseitigen von Wurzelresten. In Teilbereichen wird eine Einkiesung erfolgen müssen, damit das schwere Bohrgerät ein- und ausfahren kann. Notwendig ist somit nur ein geringfügiger und damit schonender Eingriff in den Wald.

Das gesamte Vorgehen, einschließlich der erforderlichen Erkundungsbohrungen im angrenzenden Wasserschutzgebiet, ist mit dem Landratsamt Rottweil als zuständige Forst- und Naturschutzbehörde sowie den Grundstückseigentümern abgestimmt. Darüber hinaus ist auch der Fachbereich Archäologie der Landesdenkmalpflege eingebunden, um die im Waldbereich vorhandenen Keltengräber nicht zu tangieren.

Die Bohrarbeiten benötigen sehr viel Wasser. Da vor Ort noch keine Wasserversorgung vorhanden ist wird ein Tankfahrzeug ständig pendeln und Wasser von der nächst möglichen Zapfstelle herbeifahren.

Die aus diesen Untersuchungen gewonnenen Ergebnisse mit Klarheit über die geologischen Qualitäten werden mit zur Festlegung des Wettbewerbsgebiets herangezogen. Die Festlegung wird in enger Abstimmung mit der Stadt Rottweil erfolgen, damit parallel zum Wettbewerb die notwendigen Schritte für die Bauleitplanung angegangen werden können.

Quelle: Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Konstanz


 

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