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Datum: 12.03.2015

Raumschießanlage für die Polizei in Sigmaringen fertiggestellt

Kurzbeschreibung: Schlüsselübergabe an Herrn Polizeipräsident Ekkehard Falk 

"Wir haben gern für Sie gebaut" so Thomas Steier, Leiter vom Konstanzer Amt des Landesbetriebs Vermögen und Bau anlässlich der Übergabe an die Landespolizei. Nach rund zwei Jahren Bauzeit ist die neue Raumschießanlage heute feierlich an das Polizeipräsidium Konstanz übergeben worden. In Anwesenheit von Herrn Polizeipräsident Ekkehard Falk und dem Bürgermeister der Stadt Sigmaringen, Herrn Thomas Schärer, wurde das neue Gebäude in Betrieb genommen.

Die heute übergebene Raumschießanlage ist die letzte von drei, fast identischen Raumschießanlagen, die das Amt Konstanz neben Sigmaringen auch an den Standorten Karlsruhe und Bad Säckingen geplant und gebaut hat. Für diese drei Neubauten hat das Land über 4,8 Mio. € investiert.

Das wesentliche Element der Anlage stellt die langgezogene Schießbahn dar. Begrenzt wird diese einerseits durch den Regieraum mit dem Regieraumfenster, das den Blick in den Schießraum ermöglicht, und auf der gegenüberliegenden Seite durch die Geschossfangkammer. Den äußeren Abschluss bilden an beiden Enden die für die enormen Luftmengen erforderlichen Technikräume der Lüftungsanlage. So wird der sichere Abzug der "Pulverdämpfe" gewährleistet. Seitlich angedockt sind, getrennt durch den Zugangsflur, die erforderlichen Nebenräume, wie Schulungs- und Besprechungsraum, Raum für körperliche Belastung, Waffenreinigung und WC-Bereich. Dadurch prägt die innere Funktion die äußere Form des Gebäudes und macht die Architektur nachvollziehbar.

Die unbehandelten Betonfertigteile der Außenhülle sowie die sparsam aber zweckmäßig eingesetzten Materialien im Inneren prägen den robusten Eindruck des Zweckbaus. Sorgsam gesetzte, gleichsam wie Schießscharten wirkende Fensteröffnungen, unterstreichen den unverwechselbaren Charakter des Bauwerks.

Das eingeschossige, nicht unterkellerte Gebäude ist massiv aus dreischaligen, vor Ort vergossenen, Beton-Fertigteilen auf einer von unten gedämmten Bodenplatte erstellt. Das Gebäude ist bis auf die Nebenräume fensterlos. Das Dach ist extensiv begrünt. Die Innenwände und die Decke sind entsprechend den Schallschutzanforderungen mit mehreren Schichten aus Dämmstoff und Leichtbauplatten zur Schallabsorption verkleidet. So ergibt sich eine Wandstärke von insgesamt 62 cm. Der zulässige Immissionsrichtwert wird dadurch – rechnerisch – um 10dB (A) unterschritten.

Der Boden der Schießbahn ist mit einem rückprallsicheren, fugenfreien Bodenbelag ausgerüstet. Die Decke ist mit einer glatten Untersicht eingebaut und die Raumbeleuchtung ist lediglich an den beiden Längswänden angeordnet. Auch Wand und Decke sowie sämtliche Einbauteile wie Beleuchtung, Lüftung sowie Elektro- und sonstige Leitungen sind beschusssicher und abprallsicher ausgebildet. Ebenso sind speziell gesicherte und beschusssichere Türen zur Schießbahn eingebaut. In seiner baulichen Umsetzung ist dieser Raum mit seiner Technik damit nicht nur neu, sondern auch überaus fortschrittlich.

Quelle: Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Konstanz 



Wichtige Baudaten

Projekt:
Neubau Raumschießanlage für die Polizei in Sigmaringen

Bauherr:
Land Baden-Württemberg vertreten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Konstanz

Entwurf:
VB BW Amt Konstanz

Projektleitung:
VB BW Amt Konstanz, Herr Gerhard Böhm

Planung/Bauleitung:
Tilman Frank, freier Architekt, Bad Säckingen

Nutzfläche:
224 m²

Länge der Schießbahn:
27,5 m

Bruttorauminhalt:
2.293 m³

Gesamtbaukosten:
1,6 Mio. €

Baubeginn:
Juli 2012

Fertigstellung:
Dezember 2014

 

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